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Blues-Rock Night feat. Albert Lee, The Brew & The Remo Cavallini Blues Band

10/11/2017 - 19:30:00

Albert Lee

Albert Lee, die lebende Gitarren Legende, der zuverlässige Sideman, nun endlich als Bandleader, der sein Ding macht. Auf Tour, mit seiner in Los Angeles beheimateten Band, gewinnt er immer neue Fans und gibt den althergebrachten, endlich was sie schon immer wollten - Albert Lee als Albert Lee.

2015 hat Albert Lee die Hogan´s Heroes verlassen, welche er als angekündigter Gastkünstler begleitet hat. Inzwischen ist Albert mit seiner eigenen Band, bestehend aus JT Thomas (keyboards), Jason Smith (drums) und Will MacGregor (bass), unterwegs.

Albert Lee spielte mit Künstlern wie den Everly Brothers, mit Eric Clapton, zusammen mit Emmylou Harris und in Joe Cocker`s Band. Zwar hatte Lee einen Solokünstler Vertrag mit Polydor, doch zu diesem Zeitpunkt schneiten die Angebote nur so herein und Albert trat gefühlt überall auf, von Jackson Brown über Bo Diddley bis Herbie Mann. Seine meist beachtete Performance jedoch war auf Eric Clapton`s "Just one Night" und der darauffolgenden Tour. Auch als die Everly Brothers sich für ein Konzert, ein Live Album und ein Konzertvideo wiedervereinten war Albert mit von der Partie.

Lee´s Solokarriere währte durch die späten Achziger mit "Speechless" (1987) und "Gagged but not Bound" (1988), beide bei MCA veröffentlicht und von Kritikern hochgelobt. Er nahm auch im 21.Jahrhundert Solomaterial auf, beispielsweise das Country/Rockabilly Album "Heartbreak Hill" für Sugar Hill 2003. Im selben Jahr veröffentlichte Castle Records eine Albert Lee Retrospektive Compilation "That´s All Right, Mama". Ein zweites Sugar Hill Album, "Road Runner" folgte 2006. Alberts neuste Veröffentlichung für 2015 beinhalten die "The Highwayman" CD und die Live "70th Birthday Celebration" DVD. Nicht nur wird Albert Lee auf diesem Double Disc Set gefeatured, man kann auch gloriose Auftritte von Bill Wyman, Dave Edmunds, Gary U.S. Bonds und anderen großartigen Künstlern bewundern. Eine fantastische Präsentation von Albert´s derzeitigen Performances. Furioses Gitarrenfeuerwerk und einzigartige Stimme - kurzum - Albert Lee performt seine Lieblings Songs.

Albert Lee ist zweifacher Grammy Preisträger, gewonnen mit Brad Paisley und Earl Scruggs, und war weitere drei Mal nominiert. Albert war außerdem Mitglied der UK Band Hogan´s Heroes, tourt noch immer mit Bill Wyman´s Band, den Rhythm Kings und hat seine eigene US Band. In seinem 5.Jahrzehnt als professioneller Musiker ist Lee in den Bund der wirklich raren Virtuosen seiner Zeit aufgestiegen, respektiert auf drei Kontinenten und lebt das berufliche Leben, dass sich die meisten seiner Kollegen nur erträumen konnten.

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Albert Lee, the living guitar legend, the consummate sideman, and now a bandleader finally doing things his way. Albert is on tour with his Los Angeles based band giving the longtime fans something they have always wanted and garnering new fans along the way. Albert Lee as Albert Lee.

Albert Lee left Hogan's Heroes last year and is no longer a part of that band in which he was a featured player. Albert is leading his own band comprised of Americans JT Thomas-keyboards, Jason Smith-drums and Will MacGregor-bass.

Albert Lee has performed behind the Everly Brothers, alongside Eric Clapton, together with Emmylou Harris, and in Joe Cocker´s band. He was signed to Polydor as a solo artist, but by that time the session work and offers were coming in fast and furious, and Lee was seemingly everywhere, playing with everyone from Jackson Browne to Bo Diddley to Herbie Mann. His most visible gig, however, was playing with Eric Clapton, first on “Just One Night” and then on the tour that followed. And when the Everly Brothers reunited for a concert, a live album, and a concert video, Lee was there in the band.

Lee's own solo career continued through the late '80s with “Speechless” (1987) and “Gagged but Not Bound” (1988), both issued by MCA and both critical successes.  He has continued to record solo material in the 21st century, cutting the country/rockabilly album “Heartbreak Hill” for Sugar Hill in 2003. That same year, Castle Records issued a Lee retrospective compilation, “That's All Right, Mama”. A second Sugar Hill release, “Road Runner”, appeared in 2006. Albert’s newest releases for 2015 include “The Highwayman” CD and the live “70th Birthday Celebration” DVD. Not only is Albert featured throughout the double disc set but there are also stellar performances by Bill Wyman, Dave Edmunds, Gary U.S. Bonds and many more greats. It is a wonderful representation of Albert’s present performances. Plenty of fiery guitar work, Albert’s distinct vocal work. It’s quite simply, Albert Lee performing the songs he loves best.

Along the way, Albert has won 2 Grammys, one each with Brad Paisley and Earl Scruggs, and has garnered 3 additional nominations. Albert was also a member of UK-based Hogan's Heroes, continues to tour and record with Bill Wyman's band, the Rhythm Kings and leads his own US-based band.  In his fifth decade as a professional musician, Lee is part of a rarefied fraternity as a virtuoso's virtuoso, respected on three continents and pretty much living out a professional life that most of his colleagues, when he started out, could only dream of.

The Brew 

Es gibt nicht mehr viele Bands die sechs Alben veröffentlichen. Auch gibt es nicht viele Trios die seit über zehn Jahren in unveränderter Besetzung einen Ruf als rigorose, international tourende und dabei exzellente Liveband verteidigen, und darüber hinaus zu zwei Dritteln noch Mitte zwanzig sind. Nein, THE BREW aus der nordenglischen Hafenstadt Grimsby gibt es nur einmal, und sie melden sich mit „Shake The Tree“ zurück aufs Parkett. Wie bereits beim Vorgänger „Control“ verließen sich Smith, Smith & Barwick auf die Zusammenarbeit mit Toby Jepson (Dog Eat Dog, Gun, Produzent von The Answer uvm) in den Vale Studios und haben ihren modernen, psychedelisch angehauchten Rock bei ihm in die besten Hände gelegt. In einem Monat entstanden zehn Songs, die nun das sechste Album der Band bilden. Allerspätestens jetzt ist die Band den ewigen Vergleichen entwachsen, auf die hier bewusst verzichtet werden kann.

Man hört der Platte an, dass sie im Stehen eingespielt wurde. Allzu weit entfernen sich THE BREW im Studio nicht von ihrer wahren Heimat, der Bühne. Warum auch? Das Trio ist eine dermaßen tight zusammengewachsene Einheit beeindruckender Instrumentalisten, dass Tracking und Overdubs nur verwässern würden was die drei Ausnahmemusiker auffahren. Bereits der Opener „Johnny Moore“ zeigt die Marschroute an: straight forward Rock 'n' Roll und ein Jason Barwick in Bestform! Und genau darum geht bei diesem Album. „Shake The Tree“ ist eine Einladung rauszugehen, den Baum so lange zu schütteln bis die Früchte herunterfallen, es selbst in die Hand zu nehmen, einfach so intensiv wie möglich zu leben. Ohne eine Atempause zu gestatten überrennt einen der Midtempo-Stampfer „Knife Edge“, der Titeltrack „Shake The Tree“ bündelt schließlich den Optimismus der dieses Album durchzieht: " every dog has its day", beziehungsweise kein noch so verschlafenes Nest sollte einem verbieten große Träume zu haben. THE BREW zeigen da durchaus eine Beispielhaftigkeit, Bassist Tim Smith räumt Sasha Baron Cohens Darstellung seiner Heimatstadt Grimsby in der gleichnamigen Filmkomödie eine gewisse Realitätsnähe ein. „Small Town Faces“ illustriert pointiert diese Einsamkeit, den Kopf voller Ideen aber gefangen in einem Ort in dem alle lediglich zu vegetieren scheinen. War Musik nicht schon immer der beste Ausweg aus solchen Miseren? THE BREW sind quasi der „Ambassador“, der Überbringer der Botschaft: ihr seid nicht alleine, da draußen wartet eine ganze Welt an Gleichgesinnten. Und wer sollte das besser wissen als THE BREW? Eben.

Wie beim Vorgänger präsentieren THE BREW ein Album das thematisch aus einem Guss kommt und weiterhin die nur scheinbar limitierte Besetzung ausleuchtet. Familie Smith unterstützt mit geschmackvollen Backings Barwicks kraftvollen Gesang, THE BREW haben längst bewiesen, dass sie mit ihrem Sound der Triobesetzung zum Trotz auch problemlos große Bühnen füllen. „Shake The Tree“ ist definitiv ein elektrisches Album, gab es bei „Control“ noch vereinzelte akustische Momente, sind die Gitarren satt an Fuzz und Wah, alles eindrucksvoll zelebriert auf dem Teppich den Kurtis Smiths muskulöses Schlagzeugspiel liefert. An einigen Ecken lauern in den kurz gehaltenen Songs epische und ausufernde Jams, die ihre Liveshows so unvorhersehbar machen, die stetig wachsende Fanbase kann sich freuen. Schließlich sind es eben jene Brewligans, deren Liebe zu ihrer Band dieses Album mit ermöglichte: das auf dem Portal pledgemusic.com initiierte Crowdfunding-Experiment ging voll auf, das Album ist der Beweis, dass die leidenschaftliche Band zu ihrem Wort steht. Vor allem beweist „Shake The Tree“ dass diese Band auch auf Album Nummer sechs, nach ausgedehnten Tourneen und Shows und Festivals durch ganz Europa noch hungrig auf mehr ist. Tim Smith formuliert es am besten: „It takes ten years to become an overnight sensation“. THE BREW vereinen in sich das Paradoxe: sie sind junge alte Hasen mit dem Enthusiasmus von Newcomern. Also, geht raus und kauft die Platte, geht zu den Shows und shake the tree!.

Kulturpass wellkomm!